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In Planten un Blomen errichten KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers 2019 und anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Osaka einen temporären Pavillon, der öffentlich zugänglich ist. Das von der japanischen Künstlerin Nobuko Watabiki bemalte BELVEDERE markiert im Wechselspiel von Kunst und Architektur einen Ort der Ruhe im fließenden Raum der weitläufigen Parkanlagen.


TERMINE

Opening
Die Eröffnung findet am Freitag, den 26.07.2019 statt. Für aktuelle Informationen bitte hier nachschauen.

Standzeit
Der Pavillon wird von 27.07.2019 bis 25.08.2019 in Planten un Blomen stehen.

Öffnungszeiten
täglich 7-23 Uhr (Parköffnungszeiten)

Events
Unter anderem ist eine öffentliche Vorführung einer japanischen Teezeremonie geplant.
Hierzu und für weitere Veranstaltungen bitte die aktuellen Informationen auf dieser Webseite beachten.


PROJEKT

Während KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS in ihren Arbeiten die Grenzen der Raumwahrnehmung ausloten und in Strukturen repetitiver Einzelelemente Masse in ephemere Gebilde verwandeln, zeigt Nobuku Watabiki in ihren abstrakten, flächigen Bildern ohne räumliche Tiefe farbenfrohe und in ihrer Textur sanft erscheinende orginäre Formen, hinter deren vordergründiger Abstraktheit sich die narrative Tiefe versteckt. Im Zusammenspiel der scheinbar gegensätzlichen Arbeitsweisen, zwischen klarer Geometrie und Zufälligkeit, Rationalität und Intuition, entsteht die Installation als schwebendes Dach, das die Aussicht inszeniert und zugleich einen fokussierten Ort der Ruhe schafft, der zu Betrachtung und Innehalten einlädt. Wie ein Filter verändert er den Blick auf den bekannten Garten.

Bereits seit 1988 gibt es in Planten un Blomen einen japanischen Landschaftsgarten, 1991 wurde zusätzlich der größte japanische Garten Europas erstellt. In dem sich durch zahlreiche Gartenausstellungen über die Jahrzehnte immer wieder wandelnden großen Park gibt es somit seit langer Zeit ein Zusammenspiel japanischer und europäischer Garten- und Landschaftskonzepte. In vielen traditionellen japanischen Gärten steht die Betrachtung des Gartens eher im Vordergrund als dessen Benutzung. Und so soll der temporäre Pavillon einen Ort der ruhigen Betrachtung im viel benutzten Park bieten. Als offenes Dach über einer Plattform errichtet, bietet er einen offenen und doch geschützten Raum, der Wind und Licht hindurchlässt. Der sanfte Übergang von innen und außen – ein typisches Element der japanischen Raumerfahrung – wird im Zusammenspiel von Kunst und Architektur als temporärer Pavillon verbildlicht. Aber auch in europäischen Gärten und Parks hat die Inszenierung der Aussicht Tradition. Die Typologie des Belvedere ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt, besonders im 19. Jahrhundert erfreuten sich in Form kleiner Tempel in Parks und Gärten errichtete Belvedere großer Beliebtheit. Somit soll die Installation „Belvedere“ in Planten un Blomen zum dreißigjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Osaka eine Brücke schlagen zwischen europäischen und japanischen räumlichen Ideen von Architektur und Landschaft.

Als temporäre Struktur für nur vier Wochen errichtet, spielt beim Entwurf des Pavillons dessen Zerlegbarkeit in Einzelteile nach Ende der Nutzung eine große Rolle. Als reziproke Struktur entwickelt, besteht die Tragstruktur aus vielen kleineren, gut handbaren Elementen. Neben dem leichten Transport und Aufbau ist damit auch ein Zerlegen in einzelne Elemente zum Abbau einfach möglich. Mit der Entscheidung für Pappe als Baumaterial fiel die Wahl auf ein recyclingfähiges und bereits aus Recyclingmaterialien hergestelltes Material. Die Möglichkeiten des Bauens mit Pappe werden in dem Pavillonbau über das bisher Übliche hinaus ausgetestet. Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Papier und Pappe als auch das große Potential einfachen Bauens sollen mit dem Projekt einer breiten Öffentlichkeit aufzeigt werden.

Ort
Kleine Wallanlagen, Planten un Blomen, Hamburg

Nutzung
Ausstellung/ Veranstaltung

Größe
50m²

Tragwerk
Pappe, Holz

Tragwerksplanung
B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH
Prof. Klaus Bollinger, Andreas Rutschmann

Projektteam
KAWAHARA Tatsuya, Ellen Kristina KRAUSE, Lea Frenz

Zusammenarbeit:
Nobuko Watabiki (Künstlerin)
Achim Schnell, Rodenborg

Schreiner:
Michael Marx


GALERIE


KONSTRUKTION


SPONSOREN

Klöpfer Holzhandel, Masaki Abe, Fumiyuki Adachi, Mika Adachi, Yuki Aiba, Yasushi Aoki, Takamitsu Hamaura, Naomi Hashiba, Yusuke Hashiba, Eri Honda, So Hoshino, Naoya Ichikawa, Hiroyasu Ishikawa, Shoichiro Kurita, Takeo Ikukawa, Jun Iwai, Hiroyuki Kawashima, Yohei Mitsui, Seiichi Miyawaki, Shohei Mori, Kurato Muramoto, Iku Nakamura, Yoshihide Nishikawa, Takahiro Okuya, Ryuhei Tadakoshi, Yumiko Watanabe, Yutaka Watanabe


HELFER*INNEN

Selcan Emer, Tessa Gaunt, Michael Göster, Helge Hasselberg, Felix Joensson, Hyo-Ju Kim, Kengo Oshima, Lars Patzelt, Henrik Weber, Chihiro Wunsch